Tamim Sibai

[DE]

Tamim Sibai (geb. 1991 in Damaskus, Syrien) lebt und arbeitet derzeit in Berlin. Sibais künstlerische Arbeit ist stark von der Interaktion mit Anderen und seinen Beobachtungen alltäglicher Begegnungen geprägt. Sein künstlerischer Schwerpunkt liegt auf abstrakten Porträts, in denen die persönliche Perspektive des Künstlers mit dem Motiv zu einer intimen Einheit verschmilzt. Die Porträts dienen als Charakterstudien sowohl der abgebildeten Personen als auch von Sibai selbst und spiegeln seine Emotionen gegenüber den Porträtierten wider. Sibais Auseinandersetzung mit Fragen nach Identität, Körperlichkeit, Psychologie und Mythologie wird in der Darstellung seiner Sujets deutlich, die zwischen Tagtraum und Realität oszillieren. Sibais Malstil zeichnet sich durch kräftige Farben und dicke Farbschichten aus, die er locker und ausdrucksstark aufträgt. Seine Kunstwerke sind lebhaft und ernst zugleich, wobei die Figuren trotz des wilden und expressionistischen Tons ein Gefühl der Ruhe hervorrufen. Die Augen seiner Figuren verbergen ihre Emotionen, vermitteln aber ein Gefühl von Stille und Rigidität.

[EN]

Tamim Sibai (b. 1991 in Damascus, Syria) currently works and lives in Berlin. Sibai’s artwork is heavily influenced by interactions with others and his observations of everyday encounters. His artistic focus centers on abstract portraits, which merge the artist’s personal perspective with the painted subject to create an intimate blend. The portraits serve as character studies of both the individuals depicted and Sibai himself, reflecting his emotions towards his subjects. Sibai’s exploration of questions surrounding identity, physicality, psychology, and mythology is evident in his portrayal of his subjects, oscillating between daydream and reality. Sibai’s painting style is characterized by vivid colors and thick layers of paint, which he applies freely and expressively. His artwork is lively and serious simultaneously, with the figures evoking a sense of calm despite the wild and expressionist tone. The eyes of his subjects conceal their emotions but convey a sense of stillness and rigidity.

© Magdalena Roman

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