AKTUELL

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06. November - 16. Dezember

MATTHIAS PABSCH

Separate Realities

Dass die Dinge häufig nicht so sind wie sie scheinen, ist Kern der Ausstellung Separate Realities. Mit Bildern und Skulpturen spürt der Künstler Matthias Pabsch dem großen Ganzen im winzig Kleinen nach.

Menschen können Objekte erst oberhalb von etwa 200 μm (0,2 mm) mit bloßem Auge erkennen. Mit einer Größe von 3-200 μm reichen Pilzsporen gerade an diese entscheidende Grenze heran und bleiben normalerweise unsichtbar. Nur wenn sich eine Vielzahl dieser Sporen auf Oberflächen ablagern, wird die Sichtbarkeitsgrenze überschritten. Mit den Pilzsporen übernimmt die Natur eine aktive Rolle im Gestaltungsprozess. Auf diese Weise wird das Verhältnis von Natur und Kultur thematisiert. Durch ihre geringe Größe lassen sich mit Pilzsporen fließende Übergänge von einzigartiger Qualität erzielen. Grenzen zwischen hell und dunkel sowie scharf und unscharf werden perfekt verwischt. Mit diesen Eigenschaften wirken die vom Künstler als Sporagraphien bezeichneten Sporenbilder fast wie abstrakte Fotografien und „erinnern an frühe Fotogramme“, wie Michaela Nolte kürzlich im Tagesspiegel schrieb. Auf diese Weise fordern sie die Wahrnehmung der Betrachtenden heraus.

Auch die Malereien aus der Trace-Serie wirken auf den ersten Blick wie hinter Plexiglas kaschierte Fotos oder Emaillearbeiten, sind aber das Ergebnis einer spezifischen Malweise, bei der auf Kupfer- und Aluminiumplatten Acrylfarbe und Kunstharz aufgetragen werden. Die Bildstrukturen werden dann in diese Schichten hineingeschliffen. Sie erinnern an Bilder, die dem menschlichen Auge ohne technische Hilfsmittel verborgen bleiben und erst mit Hilfe von Radioteleskopen oder MRT-Scannern erzeugt werden.

Die Skulpturen entstammen ebenfalls diesem Formenkosmos und verweisen etwa auf verwobene DNA-Strukturen. Damit erinnern die transluzenten Acrylglasarbeiten, deren vielfältige Lichtprojektionen den Ausstellungsraum in die Kunstwerke einbeziehen, an Formen aus der Natur. Gleichzeitig verweisen sie in eine mögliche synthetische biologische Zukunft und damit auf eine weitere andere Realität, die bereits begonnen hat.

That things are often not what they appear to be is the central theme of the exhibition Separate Realities. With this series of images and sculptures, the artist Matthias Pabsch traces the big picture in the miniscule.

Humans are only capable of seeing objects larger than 200 μm (0.2 mm) with the naked eye. Fungal spores range in size from 3 to 200 μm, barely reaching this critical threshold and, therefore, normally remain invisible. The threshold of human visibility is only exceeded when large numbers of spores are deposited on a surface. In these works, fungal spores, and in effect nature, take on an active role in the design process. In doing so, the works address the relationship between nature and culture. The size of the spores results in flowing transitions of unique quality. The boundaries between light and dark, and sharp and opaque are exquisitely nebulous. The spore images, which the artist calls Sporagraphs, have the appearance of abstract photographs and „recall early photograms“ as Michaela Nolte recently wrote in the Tagesspiegel. In this way, they challenge the viewer’s perception.

The paintings from the Trace series also appear at first glance to be photographs laminated behind acrylic glass or enamel works but are, in fact, the result of a specific painting technique in which acrylic paint and synthetic resin are applied to copper and aluminium plates and the pictorial structures then grinded into these layers. They are reminiscent of images that, without technical aid, remain hidden from the human eye and are only made visible with the help of radio telescopes or MRI scanners.

The sculptures also stem from this cosmos of forms and refer to organic structures such as interwoven DNA. The translucent acrylic glass works, reminiscent of forms from nature, reflect and project light into the surrounding area, incorporating the exhibition space itself into the artworks. At the same time, they point to a possible synthetic biological future and thus to another reality that has already begun.

ARCHIV

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09. Oktober - 3. November

ANDREAS LANGE

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Konstruktiv ist auch technisch das Prinzip der Zeichnungen von Andreas Lange, der bis 2015 fast ausschließlich mit Permanentmarkern arbeitet. Jeder Strich durchdringt das Papier und hinterlässt eine Spur – fast wie eine Narbe.

Andreas Lange studierte visuelle Kommunikation bei Prof. Fritz Lüdke in München. Die Zeit war immer geprägt von der Zeichnung. Mit einem einheitlichen Stil und der künstlerischen Haltung, das Fragmente und geometrische Abstraktionen durchaus eine Verlängerung der Landschaftsmalerei sind, schafft er Spannungsfelder durch die Formauflösung. Landschaften werden so aus der Erinnerung mit Spontaneität neu zusammengesetzt.

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10.September - 6.Oktober

INGRID VON HAEFEN

stop worrying: details follow.

Ingrid von Haefen porträtiert Ikonen der Gegenwart.
Ihre Bilder entstehen nach konkreten Vorlagen. Sie zeigen Personen des öffentlichen Lebens wie Schauspieler*innen, Kickboxer*innen, Musiker*innen – oder auch mal die Nachbarskinder von nebenan.
Gemein ist ihren Bilder eine formale Klarheit. Von Haefen konzentriert sich auf das Wesentliche, will uns die Essenz zeigen. Dafür löst sie die porträtierten Figuren aus ihrer Umgebung und fixiert sie im luftleeren Raum. Der Bildhintergrund wird dabei zur unifarbenen Projektionsfläche: mal poppig, mal zart, immer anonym.
Von Haefen trifft den Nerv der Zeit, das ist eine ihrer großen Stärken. Geschickt bespielt sie Themen, die aktueller nicht sein könnten. Ihre Portraits eröffnen Fragen zu Identität, Gender, Schönheitsidealen und medialen Vorbildern. Was bleibt, ist ein ambivalentes Gefühl mit mehr Fragen als Antworten. Wir verweisen auf den Titel dieser Ausstellung „Stop Worrying: Details Follow.“

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24. Juli - 27. August

KERSTIN GÖLDNER

ERINNERUNG

Abtauchen. Raus aus der staubigen Hitze der Stadt, rein in ein tiefes kühles Blau. Blau, das ist die dominierende Farbe der Ausstellung „Erinnerung“ von Kerstin Göldner. Aber immer ist es ein anderes Blau, so vielfältig wie die Farben von Himmel und Wasser. Denn in ihren Bildern geht Kerstin immer von der Anschauung aus. Das, was sie malt, ist nicht erfunden. Aber es ist gelöst von seiner gewohnten Erscheinung und in Empfindung übersetzt, bis es sich aufgelöst hat in Licht und Farbe.
Wer sich in der Ausstellung „Erinnerung“ umschaut, begreift schnell, dass Kerstin ihre Sprache in der Malerei gefunden hat. Ihren Bildern ist eine Gewissheit inne, eine Selbstverständlichkeit, die ohne Spektakuläres auskommt und uns mit Ruhe und Sehnsucht füllt. Sehnsucht nach dem Meer.
Das Meer in Kerstins Bildern ist die Ostsee. Es sind Orte ihrer Kindheit, die sie bis heute begleiten, Orte ihrer Erinnerung. Denn Kerstins Bilder sind ruhig, aber nicht still. Die hin und wieder auftauchenden Figuren inmitten der Küstenlandschaft bringen ein starkes Narrativ mit sich. In ihrer skizzenhaften Abbildung sind sie die Fragmente einer verblassenden Erinnerung. Erinnerungen, die Kerstin in dieser Ausstellung mit uns teilt.

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19. Juni - 16. Juli

REINHILD BARTUNEK

GEFLECHTE

In dieser Ausstellung nimmt Reinhild Bartunek uns mit auf eine Reise zwischen Fremd- und Vertrautheit. Ihre Arbeiten kreisen um das Thema Natur in all ihren Formen, sowohl im Großen (wie z.B. Landpläne) als auch im Kleinen, bis zur mikroskopischen Sicht. Alle Themen werden mehr oder weniger zu abstrakten Abbildern der Wirklichkeit. So entsteht ein Reichtum an Neuem in Form und Farbe.

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15. Mai - 15. Juni

BARBARA FELICITAS HOESS-KNAHL

DaZWISCHEN ist kein sicherer Ort, ein einsamer Ort – ohne Halt. daZWISCHEN ist Sehnsucht, ist Übergang, Sehnsucht nach Ankommen, Sehnsucht nach dem Gewesenen. Sind nicht Flüchtende daZWISCHEN, müssen inZWISCHEN eine Heimat finden, ist nicht die Corona-Zeit eine daZWISCHEN-Zeit? Unsicher einsam? Haltloses Wagnis?

Barbara Felicitas Hoess-Knahl will wissen was daZWISCHEN ist. In ihren Arbeiten durchdringt sie Zwischenräume – zwischen Innen und Außen, zwischen Hier und Da, zwischen einem Herzschlag und dem darauffolgenden.
Zwischenraum, das ist das vermeintliche Nichts zwischen Etwas: eine Lücke, ein Riss, ein Intervall. Zwischenräume ordnen Raum und Zeit – als die Leere zwischen Körpern oder die Spanne zwischen Augenblicken. Sie trennen, kontrastieren und verbinden. Sie sind da und zugleich wieder weg. Wer sie auftuen will, muss Grenzen überschreiten, mit Dimensionen brechen und Verletzungen wagen

10. April - 10. Mai

GEORGINIO

farbfreuden

farbfreuden ist die erste Einzelausstellung von Georginio. Sie nimmt uns mit in eine Sequenz zwischen Poesie und Wirklichkeit. In einer Gegenüberstellung von Malerei und lyrischen Texten reisen wir durch die Lebensfreude und die Liebesgeschichten ihres Protagonisten.