Barbara Felicitas Hoess-Knahl

15. Mai 2021 - 15. Juni 2021

DAZWISCHEN ist kein sicherer Ort, ein einsamer Ort - ohne Halt. DAZWISCHEN ist Sehnsucht, ist Übergang, Sehnsucht nach Ankommen, Sehnsucht nach dem Gewesenen. Sind nicht Flüchtende DAZWISCHEN, müssen INZWISCHEN eine Heimat finden, ist nicht die Corona-Zeit eine DAZWISCHEN-Zeit? Unsicher einsam? Haltloses Wagnis?

Barbara Felicitas Hoess-Knahl will wissen was DAZWISCHEN ist. In ihren Arbeiten durchdringt sie Zwischenräume – zwischen Innen und Außen, zwischen Hier und Da, zwischen einem Herzschlag und dem darauffolgenden.
Zwischenraum, das ist das vermeintliche Nichts zwischen Etwas: eine Lücke, ein Riss, ein Intervall.

Liebe Felicitas, verrätst du uns, was das Dazwischen in deiner Arbeit ist?
B. Felicitas Hoess-Knahl: „Meine Arbeiten - Malerei, Zeichnung, Objekt - entstehen im Gefühl des Flatterns, Zitterns, des Vibrierens. Ich bin zwischen den Räumen, zwischen den Farben, zwischen den Tönen. Ich akzeptiere nicht die Grenzen der Oberfläche. Ich will nicht nur die GUTE Seite, will auch den Rückraum. Ich reiße die Oberfläche auf, ritze sie, decke zu, wische weg, kritzle hinein, von hinten, von vorne, mit vielen Stiften auf einmal, suche das Dahinter. Die Bereiche sollen um ihr Vorrecht kämpfen.“